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Neuer BVDW-Leitfaden: Attribution im Affiliate Marketing kann durch berechtigtes Interesse gerechtfertigt werden / Überregulierung bedroht Meinungsvielfalt

Die Fokusgruppe Affiliate Marketing im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat den neuen Leitfaden „Der digitale Perspektivwechsel: Rechtliche und technische Grundlagen für digitale Absatzsteuerung – eine funktionale Betrachtung“ veröffentlicht. Die Autoren, zu denen sowohl Affiliate-Marketing-Experten als auch Rechtsexperten zählen, kommen zu dem Schluss, dass Attribution* im Affiliate Marketing durch das berechtigte Interesse der Beteiligten – sowohl des Werbetreibenden, als auch des Publishers – gerechtfertigt werden kann. Jüngere Gerichtsurteile hatten Fragen zur Rechtmäßigkeit aufgeworfen, die der BVDW jetzt beantwortet.

André Koegler
Performance Consultant
veröffentlicht am 04.11.2020

Der Leitfaden beschreibt Geschäftsmodelle des Affiliate Marketings, die rechtliche Zulässigkeit der Cookie-gestützten Abrechnung zur Werbefinanzierung von Online-Publishern und schafft Transparenz über Publisher-Kategorien und -Arten, Zielgruppen, Basismodelle und den Data-Light-Ansatz im Affiliate Marketing. Die Experten für Digitalwirtschaft kommen zu dem Schluss, dass es sich bei Attribution im Affiliate- bzw. Performance-Marketing um eine Verarbeitung handelt, bei der die Interessen des Nutzers auch bei Einsatz eines Cookies nur minimal betroffen sind. Attribution ist vielmehr ein wichtiger Baustein, um die Vielfalt im Internet wirtschaftlich zu sichern, die durch verschiedene Urteile bedroht wird. Aus diesem Grund sollten die Beteiligten aktiv ihren Beitrag zur aktuellen Diskussion zur Einwilligungsbedürftigkeit von Cookies leisten.

André Koegler (Easy Marketing), stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Affiliate Marketing im BVDW: „Unser Internet besteht nicht nur aus großen Portalen. Eine Vielzahl von kleinen und mittleren Webseiten bildet die Grundlage für Vielfalt und Meinungsfreiheit im Netz, die es gilt, aufrecht zu erhalten. Überregulierungen erschweren die Finanzierbarkeit solcher Projekte und gefährden damit demokratische Grundregeln. Mit diesem Whitepaper wollen wir Aufklärungsarbeit leisten und Politik und Wirtschaft Informationen liefern, um technische Verfahren im Internet differenziert zu betrachten und nicht zu pauschalisieren."

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